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GRUPPE A
Brasilien
Norwegen
Marokko
Schottland

GRUPPE B
Italien
Chile
Österreich
Kamerun

GRUPPE C
Frankreich
Dänemark
Südafrika
Saudi Arabien

GRUPPE D
Nigeria
Paraguay
Spanien
Bulgarien

GRUPPE E
Holland
Mexiko
Belgien
Südkorea

GRUPPE F
Deutschland
Jugoslawien
Iran
U.S.A.

GRUPPE G
Rumänien
England
Kolumbien
Tunesien

GRUPPE H
Argentinien
Kroatien
Jamaica
Japan


ACHTELFINALS
4 Brasilien
1 Chile

1 Italien
0 Norwegen

1 Frankreich
0 Paraguay

4 Dänemark
1 Nigeria

2 Holland
1 Jugoslawien

2 Deutschland
1 Mexiko

1 Kroatien
0 Rumänien

2 Argentinien (4)
2 England (3)


VIERTELFINALS
0 Frankreich (4)
0 Italien (3)

3 Brasilien
2 Dänemark

2 Holland
1 Argentinien

3 Kroatien
0 Deutschland


HALBFINALS
1 Brasilien (4)
1 Holland (2)

2 Frankreich
1 Kroatien


Spiel um Rang 3:
2 Kroatien
1 Holland


FINAL
3 Frankreich
0 Brasilien

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Die WM 1998 in Frankreich

Frankreich holt den ersten Weltmeistertitel

172 Länder hatten sich diesmal für die Qualifikation eingeschrieben. Die FIFA reagierte auf diesen Andrang, indem sie die Anzahl der Endrundenteilnehmer auf 32 erhöhte. Auch in andern Belangen setzte die WM 1998 neue Massstäbe: Geschätzte 37 Milliarden (!) Menschen verfolgten die 64 Spiele am Fernsehen, das sind durchschnittlich 578 Millionen pro Spiel. Allein das Finale hatte 2 Milliarden TV-Zuschauer.

Die Schiedsrichter hatten die Weisung, Tacklings von hinten sofort mit einer roten Karte zu ahnden. So gab es denn an diesem Turnier auch hierbei einen neuen Rekord: 22 Platzverweise, darunter aber nur wenige für wirklich harte Vergehen.

Alle Favoriten ohne Probleme

In den Gruppenspielen unterstrichen gleich mehrere Teams ihre weltmeisterlichen Ambitionen. Brasilien setzte sich souverän durch, die Franzosen brillierten dank ihrem Mittelfeld, Argentinien hatte eine durchschlagende Offensivkraft und auch die Holländer waren stark. Die Schotten einmal mehr mit grossen Ambitionen angereist, mussten auch bei ihrer achten WM-Teilnahme nach der ersten Runde wieder nach Hause.

Auch Olympiasieger Nigeria vermochte in dieser ersten Phase zu überzeugen und warf Spanien aus dem Turnier. Taribo West verkündete: "Nur die Götter können uns stoppen!" Am Ende reichten schon die Dänen, die im Achtelfinale klar mit 4:1 gewannen. Deutschland kam nur mit Glück weiter, nachdem Mexikos Stürmerstar Hernandez etwas gar sorglos mit seinen Chancen umgegangen war. Brasilien besiegte dank zwei Ronaldo-Toren Chile mit 4:1, ihr südamerikanischer Konkurrent Argentinien setzte sich nach einem fantastischen Spiel erst im Elfmeterschiessen gegen England durch. Eine Premiere gab es beim 1:0 der Gastgeber über Paraguay. Laurent Blanc erzielte nach 113 Minuten das erste "Golden Goal" in der Geschichte der WM. Auch das war eine Neuerung in diesem Turnier.

Starke Kroaten eliminieren Deutschland

Die Überraschung dieser WM waren die Kroaten. Nach dem 1:0 in einem wenig berauschenden Spiel gegen Rumänien drehten sie mächtig auf und dominierten Deutschland nach Strich und Faden. Schlussendlich gewannen sie mit 3:0. Auch im Halbfinale verlangten sie den Franzosen das letzte ab und verloren nach zwischenzeitlicher Führung - Torschützenkönig Suker hatte getroffen - mit 2:1. Verteidiger Lilian Thuram hatte beide Tore erzielt. Damit stand Frankreich zum ersten mal in einem Endspiel.

Im andern Halbfinal trafen Brasilien und Holland, das Argentinien durch einen wunderbaren Treffer von Bergkamp in der letzten Minute bezwungen hatte, aufeinander. Die Teams waren äusserst ebenbürtig, der vierfache Weltmneister gewann erst im Elfmeterschiessen.

Einseitiges Finale mit überragendem Zidane

Frankreich gegen Brasilien war vor dem Turnier von vielen als Finale ersehnt worden. Der Gastgeber gegen den amtierenden Weltmeister. Um Superstar Ronaldo machten Gerüchte die Runde, er sei in der Nacht vor dem grossen Spiel schwer krank im Zimmer gelegen, müsse nun aber auf Druck seiner Sponsoren dennoch antreten.

Schon von Beginn weg übernahm Frankreich das Kommando. Zidane spielte brillant, verteilte geschickt die Bälle und ging oft nach vorne. Nach 27 Minuten erzielte er per Kopf das 1:0, kurz vor der Halbzeit auf fast identische Art und Weise auch das 2:0. Brasilien kam nur langsam ins Spiel, die grösste Chance von Ronaldo machte Barthez mit einem fantastischen Reflex zunichte. Auch als Desailly nach 75 Minuten vom Platz gestellt wurde, wurde Brasilien nicht besser. In der Nachspielzeit erhöhte Petit gar auf 3:0.

Frankreich hatte als sechster Gastgeber den Titel gewonnen. Die Mannschaft konnte trotz dem Mangel an guten Stürmern überzeugen und war verdient Weltmeister geworden. Auf den Strassen feierten Millionen den lang ersehnten Titel, nur zwei Jahre später sollten sich diese Szenen nach dem Gewinn der Europameisterschaft wiederholen. Frankreich war damit definitiv zu den grossen Nationen im Weltfussball vorgestossen. (ms)

Statistik  
Topskorer: Davor Suker (CRO) - 6 Tore
Gabriel Batistuta (ARG) - 5 Tore
Christian Vieri (ITA) - 5 Tore
Anzahl Mannschaften: 32
Anzahl Spiele: 64
Anzahl Tore: 171
Tore pro Spiel: 2,67
Rote Karten: 22
Zuschauer: 2'775'400
Zuschauer pro Spiel: 43'366