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GRUPPE A
Rumänien
Schweiz
U.S.A.
Kolumbien

GRUPPE B
Brasilien
Schweden
Russland
Kamerun

GRUPPE C
Deutschland
Spanien
Südkorea
Bolivien

GRUPPE D
Nigeria
Bulgarien
Argentinien
Griechenland

GRUPPE E
Mexiko
Italien
Irland
Norwegen

GRUPPE F
Holland
Belgien
Saudi Arabien
Marokko


ACHTELFINALS
3 Deutschland
2 Belgien

3 Spanien
0 Schweiz

3 Schweden
1 Saudi Arabien

3 Rumänien
2 Argentinien

2 Holland
0 Irland

1 Brasilien
0 U.S.A.

2 Italien
1 Nigeria

1 Bulgarien (3)
1 Mexiko (1)


VIERTELFINALS
2 Italien
1 Spanien

3 Brasilien
2 Holland

2 Bulgarien
1 Deutschland

2 Schweden (5)
2 Rumänien (4)


HALBFINALS
2 Italien
1 Bulgarien

1 Brasilien
0 Schweden


Spiel um Rang 3:
4 Schweden
0 Bulgarien


FINAL
0 Brasilien (3)
0 Italien (2)

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Die WM 1994 in den U.S.A.

Brasilien gewinnt im Elfmeterschiessen zum vierten Mal die Trophäe

Die Vergabe der Weltmeisterschaft in die Vereinigten Staaten löste wieder einmal Stimmen der Kritik aus. Aufgrund der geringen Populärität von "Soccer" befürchete man halbleere Stadien und felhlende Atmosphäre. Das Gegenteil tarf ein: Mit über dreieinhalb Millionen Zuschauern stellte die WM 1994 einen neuen Rekord auf. Zu sehen gab es teilweise fantastische Spiele wie Brasilien-Holland (3:2) oder Rumänien-Argentinien (3:2).

Der Modus blieb gleich wie vor vier Jahren, jedoch gab es erstmals für einen Sieg drei Punkte, was zu deutlich attraktiveren Erstrundenspielen führte. England war einmal mehr in der Qualifikation hängen geblieben, ebenso wie Überraschungs-Europameister Dänemark und Frankreich.

Salenko, Salenko, Salenko, Salenko, Salenko

Positive Überraschungen der Gruppenspiele waren die Schweiz, die Rumänien um den magistralen Gheorghe Hagi 4:1 besiegte, und Nigeria, das bei seiner ersten Teilnahme mit herzerfrischendem Fussball begeisterte. Tragisch waren hingegen die Ereignisse um den Kolumbianer Anders Escobar, der wenige Tage nach der Rückkehr in sein Land erschossen wurde, nachdem er gegen die USA ein Eigentor verschuldet hatte.

Oleg Salenko, der nur wegen Streitereien im russischen Team in die Mannschaft gerückt war, stellte einen beeindruckenden Rekord auf. Bei 6:1 gegen Kamerun erzielte der Stürmer fünf Tore. Das einzige Tor für die Afrikaner erzielte Roger Milla, der damit mit 42 Jahren der älteste Torschütze an einer Endrunde wurde.

Stoichkov brilliert

In den Achtelfinals gab es keine Überraschungen. Italien bezwang Nigeria 2:1 nach Verlängerung, nachdem Roberto Baggio Sekunden vor Schluss ausgeglichen hatte. Hagi führte Rumänien zu einem 3:2-Sieg über den zweifachen Champion Argentinien in einem der besten Spiele aller Zeiten. Nach den Gruppenspielen war Maradona wegen Dopings gesperrt worden. Die Viertelfinalbegegnung zwischen Brasilien und Holland war ebenso begeisternd, Romario, Bebeto schossen ihr Team in den Halbfinal.

Die Sensation schaffte Bulgarien, das dank einem überragenden Stoichkov nach Mexiko auch Deutschland aus dem Turnier warf. Auch die Schweden, denen man nicht allzu viel zugetraut hatte, standen nach Siegen über Saudi Arabien und Rumänien im Halbfinal. Dabei profitierten sie vor allem vom kreativen Thomas Brolin und dem kopfballstarken Riesen Kennet Andersson.

Im Halbfinale setzten sich dann aber wieder die Favoriten durch. Italien besiegte Bulgarien dank zwei Toren ihres Lieblings Roberto Baggio 2:1, Brasilien musste gegen Schweden lange zittern, ehe der 1:0-Sieg feststand. Romario hatte den entscheidenden Treffer erzielt.

Enttäuschendes Endspiel

Nach den grossartigen Partien dieses Turniers erhoffte man sich vom Endspiel einiges. Leider konnte die Partie den Ansprüchen zu keiner Zeit gerecht werden. Zwar hatten sowohl Romario als auch Roberto Baggio Chancen, doch keiner von beiden konnte sie nützen. Italiens Keeper Pagliuca lenkte fast einen Schuss ins eigene Netz, der Pfosten rettete.

Italien zog sich mehr und mehr zurück, der wieder genesene Franco Baresi organisierte seine Abwehr brillant, und so kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaften zu einem Elfmeterschiessen im Endspiel. Marcio Santos verschoss für Brasilien, bei Italien versagten Baresi, Massaro und der grosse Roberto Baggio - Brasilien war zum vierten Mal Weltmeister geworden.

Zwar war das Finale wie schon vier Jahre zuvor eine herbe Enttäuschung, das Turnier als Ganzes hingegen war erfreulich. Dank der Drei-Punkte-Regel wurde wieder offensiver und risikoreicher gespielt. Dadurch wurde im Fussball-Ödland USA beste Werbung für den Sport Nummer Eins gemacht.

Statistik  
Topskorer: Hristo Stoichkov (BUL) - 6 Tore
Oleg Salenko (RUS) - 6 Tore
Kennet Andersson (SWE) - 5 Tore
Roberto Baggio (ITA) - 5 Tore
Jürgen Klinsmann (GER) - 5 Tore
Romario (BRA) - 5 Tore
Anzahl Mannschaften: 24
Anzahl Spiele: 52
Anzahl Tore: 141
Tore pro Spiel: 2,71
Rote Karten: 15
Zuschauer: 3'587'538
Zuschauer pro Spiel: 68'991