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GRUPPE A
Argentinien
Italien
Frankreich
Ungarn

GRUPPE B
BR Deutschland
Polen
Mexiko
Tunesien

GRUPPE C
Brasilien
Schweden
Österreich
Spanien

GRUPPE D
Holland
Peru
Schottland
Iran


ZWISCHENRUNDE

GRUPPE 1
Italien
BR Deutschland
Holland
Österreich

GRUPPE 2
Brasilien
Argentinien
Polen
Peru


Spiel um Rang 3:
2 Brasilien
1 Italien

FINAL
3 Argentinien
1 Holland

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Die WM 1978 in Argentinien

Wieder gewinnt der Gastgeber: Argentinien erstmals Weltmeister

Die Vergabe der Weltmeisterschaft 1978 nach Argentinien löste weltweite Dabatten dartüber aus, ob man das Turnier aus Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen des totalitären Regimes von General Videla boyottieren sollte. Etwa 5'000 Menschen hatten in den Wirren zuvor ihr Leben lassen müssen, viele mehr wurden eigesperrt und gefoltert.

Schliesslich blieb aber nur Hollands Star Johan Cruyff zu Hause, alle andern folgtem dem Ruf der FIFA. 106 Mannschaften stiegen in die Qualifikation, grosse Teams dieser Zeit wie die Tschechoslowakei, die UdSSR oder England schafften es nicht an die Endrunde.

Die Schmach von Cordoba: Deutschland unterliegt Österreich

Argentinien und Italien setzten sich in ihrer Gruppe durch. Beide spielten sehr gepflegten Fussball und hatten mit Passarella bzw. Scirea grossartige Organisatoren in der Defensive. Von den grossen Nationen musste nur Holland um das Weiterkommen bangen. Sie mussten sich bei WM-Debütant Iran bedanken, die den Schotten einen Punkt abgeknöpft hatten.

In der Zwischenrunde drehten aber die Holländer auf, besiegten Österreich gleich mit 5:1, Italien mit 2:1 und holten in der Neuauflage des Finals von 1974 gegen Deutschland ein 2:2. Damit standen sie erneut im Finale, die Deutschen mussten im letzten Zwischenrundenspiel gegen Österreich eine 2:3-Niederlage einstecken, die erste gegen den Nachbar seit 47 Jahren. Sie ging als "Schmach von Cordoba" in die Annalen ein. Hans Krankl war mit zwei Toren Mann des Spiels.

Beeindruckende Gastgeber

Nach einem Sieg über Polen und einem unschönen 0:0 gegen Brasilien brauchte Argentinien im letzten Zwischenrunden-Spiel einen Sieg mit vier Toren Differenz. Die Peruaner wehrten sich nicht allzu sehr und verloren gleich mit 0:6, was für viele Leute verdächtig nach Schiebung aussah.

Auch das Finale wurde hart geführt, dennoch gab es nur vier Verwarnungen. Wieder einmal war es Mario Kempes, der Star und Torschützenkönig des Turniers, der die Gastgeber aus dem Gewühl heraus in Führung brachte. Diese hatte bis zehn Minuten vor Schluss Bestand, als der eingewechselte Nanniga per Kopf ausglich. Sekunden vor Schluss traf Rensenbrink nur den Pfosten, der Final musste in die Verlängerung.

Und er war wiederum Kempes, der sich nach 105 Minuten durchsetzte und Argentinien wieder in Front schoss. Dem hatten nun die Oranjes nichts mehr entgegen zu setzen, vier Minuten vor Schluss traf auch Bertoni nach Zusammenspiel mit Kempes. Die Argentinier, die sich im Verlaufe des Turniers kontinuierlich gesteigert hatten, durfte nun endlich den lang ersehnten Pokal in die Höhe stemmen. (ms)

Statistik  
Topskorer: Mario Kempes (ARG) - 6 Tore
Teofilio Cubillas (PER) - 5 Tore
Rob Rensenbrink (ARG) - 5 Tore
Anzahl Mannschaften: 16
Anzahl Spiele: 38
Anzahl Tore: 102
Tore pro Spiel: 2,68
Rote Karten: 3
Zuschauer: 1'610'215
Zuschauer pro Spiel: 42'374