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GRUPPE A
England
Uruguay
Frankreich
Mexiko

GRUPPE B
BR Deutschland
Argentinien
Schweiz
Spanien

GRUPPE C
Portugal
Ungarn
Brasilien
Bulgarien

GRUPPE D
Sowjetunion
Nordkorea
Italien
Chile


VIERTELFINALS
1 England
0 Argentinien

4 BR Deutschland
0 Uruguay

5 Portugal
3 Nordkorea

2 Sowjetunion
1 Ungarn


HALBFINALS
2 BR Deutschland
1 Sowjetunion

2 England
1 Portugal

Spiel um Rang 3:
2 Portugal
1 Sowjetunion

FINAL
4 England
2 BR Deutschland

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Die WM 1966 in England

Das "Wembley-Tor" bringt den Pokal ins Mutterland des Fussballs

Bereits 70 Mannschaften spielten um die Qualifikation für die Welmeisterschaft 1966 in England. Der Fussball war an seine Geburtsstätte zurück gekehrt und die Engländer organisierten ein hervorragendes Turnier mit vollen Stadien, das zum ersten Mal auch via Satellit in die ganze Welt übertragen wurde.

Schon in den Gruppenspielen war ein Trend zu einer defensiveren Taktik zu erkennen. Die Meister der Verteidigigung waren die Gastgeber, die die Vorrunde ohne Gegentor absolvierten. Dabei glänzte vor allem der Routinier Bobby Moore.

Brasilien out, Nordkorea schlägt Italien

Überraschungen gab es einige. Europameister Spanien musste schon nach den Gruppenspielen nach Hause und auch der amtierende Weltmeister Brasilien musste nach Niederlagen gegen Ungarn und die Portugiesen um den entfesselten Eusebio die Heimreise antreten. Die grösste Sensation schafften indes die Nordkoreaner: Als Debütanten erreichten sie gegen Chile ein Unentschieden und warfen danach dank eines Tores des Zahnarztes Pak Doo-ik die stolzen Italiener mit den Stars Mazzola und Rivera aus dem Turnier.

Zu reden gaben aber auch die Schiedsrichterleistungen. Noch immer waren die meisten Unparteiischen Europäer, und so schenkte ein Deutscher den Engländer den Sieg über Argentinien im Viertelfinale, ein Engländer stellte im Gegenzug in der Partie Deutschland gegen Uruguay zwei Südamerikaner vom Platz. Zudem durften die Bulgaren und die Portugiesen Pelé ungestraft zusammen treten, bis dieser verletzt ausschied.

Eusebios grosse Stunde

Nordkorea lag auch gegen Portugal mit 3:0 vorne, ehe der überragende Eusebio mit vier Toren das Spiel wenden konnte. Erst im Halbfinale war für die starken Portugiesen Endstation, nachdem sie gegen England dank zwei Toren von Bobby Moore 1:2 verloren hatten.

Auch Deutschland schaffte es zwölf Jahre nach ihrem Triumph in der Schweiz wieder ins Finale, nachdem es die Sowjetunion mit 2:1 bezwungen hatte. 97'000 Zuschauer, darunter auch die Queen, erwarteten einen Sieg ihrer Mannschaft. Das Finale wurde zum Krimi: Haller hatte erst für Deutschland getroffen, kurz darauf legte Bobby Moore, der vom jungen Beckenbauer gedeckt wurde, für Geoff Hurst auf - 1:1. Die Briten kontrollierten das Spiel, und in der 78. Minute konnte Martin Peters einen Abpraller verwerten. Sekunden vor Schluss erst schaffte Deutschland durch Weber den Ausgleich.

In der Verlängerung ereignete sich dann die wohl meist diskutierte Szene in der Geschichte des Fussballs: Alan Ball flankte zu Geoff Hurst, der sich drehte und schoss. Von der Lattenunterkante prallte der Ball zurück auf den Boden, die Engländer jubelten. Schiedsrichter Dienst konsultierte Linienrichter Bakhramov und entschied dann auf Tor. Die Engländer brachten die Führung über die Zeit, Hurst erhöhte sogar in der letzten Minute auf 4:2. Damit reihte sich endlich auch England in die Liste der Weltmeister ein. (ms)

Statistik  
Topskorer: Eusebio (POR) - 9 Tore
Helmut Haller (BRD) - 5 Tore
Anzahl Mannschaften: 16
Anzahl Spiele: 32
Anzahl Tore: 89
Tore pro Spiel: 2,78
Rote Karten: 5
Zuschauer: 1'614'677
Zuschauer pro Spiel: 50'456