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GRUPPE A
Sowjetunion
Jugoslawien
Uruguay
Kolumbien

GRUPPE B
BR Deutschland
Chile
Schweiz
Italien

GRUPPE C
Brasilien
Tschechoslowakei
Mexiko
Spanien

GRUPPE D
Ungarn
England
Argentinien
Bulgarien


VIERTELFINALS
2 Chile
1 Sowjetunion

1 Jugoslawien
0 BR Deutschland

3 Brasilien
1 England

1 Tschechoslowakei
0 Ungarn


HALBFINALS
4 Brasilien
2 Chile

3 Tschechoslowakei
1 Jugoslawien

Spiel um Rang 3:
1 Chile
0 Jugoslawien

FINAL
3 Brasilien
1 Tschechoslowakei

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Die WM 1962 in Chile

Brasilien holt die Trophäe zum zweiten Mal

Überraschend hatte die FIFA die Endrunde 1962 nach Chile vergeben, dem viele die Organisation eines solchen Grossereignisses nicht zutrauten, weil die Infrastruktur ungenügend sei. Dazu kam, dass 1960 ein furchtbares Erdbeben in Chile 5'000 Opfer gefordert hatte. Allen Unkenrufen zum Trotz verlief das Turnier reibungslos, wenn auch das Zuschauerinteresse gering war.

Neben die Weltmeisterschasft trat 1960 mit der Einführung der Europameisterschaft ein weiteres grosses Turnier. Die EM 1960 brachte auch gleich eine Verschiebung der Stärkeverhältnisse in Europa: Die Sowjetunion gewann das Turnier vor Jugoslawien und der Tschechoslowakei - die Osteuropäer waren fortan die dominierenden Mannschaften.

Wende zum "physischen Fussball"

Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft in Schweden vier Jahre zuvor waren die Spiele nicht mehr durch spielerische Qualität gekennzeichnet, sondern eher durch überharten Einsatz. Viele Erstrundenbegegnungen verkamen zu regelrechten Schlachten. Trauriger Höhepunkt war die Begegnung zwischen Gastgeber Chile und Italien, in der die Mannschaften nur darauf bedacht waren, die Gegner zu verletzen. Es gab zwar nur zwei rote Karten - viel mehr hätten es sein müssen - und danach mussten die Mannschaften von der Polizei aus dem Stadion eskortiert werden.

Auch Weltmeister Brasilien kam nur langsam in Fahrt. Erschwerend kam hinzu, dass Pelé nach dem Spiel gegen die Tschechoslowakei und einer erneut aufgebrochenen Muskelverletzung nicht mehr mittun konnte. Dennoch stiessen sie nach Siegen über England im Viertelfinale und Chile im Halbfinale bis ins Endspiel vor.

Überraschende Tschechen

Ihr Gegner im Finale waren die Tschechen. Mit einer soliden Verteidigung und dank ihrem grossen Spielmacher Josef Masopust hatten sie es mit effiizientem Spiel so weit gebracht. Allerdings brauchten sie auch eine gehörige Portion Glück: Im Viertelfinale trafen die Ungarn vier Mal den Pfosten - die Tschechen gewannen 1:0. Im Halbfinale hatten sie sich gegen die stärker eingestuften Jugoslawen durch gesetzt.

15 Minuten dauerte es im Finale, bis Masopust seine Mannschaft in Führung gebracht hatte, doch nur zwei Minuten später hatte der Favorit durch Amarildo bereits wieder ausgeglichen. Garrincha, Brasiliens wichtigster Spieler, wurde eng gedeckt, ohne seine Dribblings und Flanken hatte der Champion Mühe.

Erst 20 Minuten vor Schluss traf Zito zum 2:1, und als die Tschechen hinten öffnen mussten, fiel das vorentscheidende 3:1 durch Vava. Damit hatte es Brasilien geschafft und hatte nun - wie Uruguay und Italien - ebenfalls zwei Titel aufzuweisen. (ms)

Statistik  
Topskorer: Garrincha (BRA) - 4 Tore
Valentin Ivanov (SOV) - 4 Tore
Leonel Sanchez (CHI) - 4 Tore
Vava (BRA) - 4 Tore
Florian Albert (HUN) - 4 Tore
Drazan Jerkovic (JUG) - 4 Tore
Anzahl Mannschaften: 16
Anzahl Spiele: 32
Anzahl Tore: 89
Tore pro Spiel: 2,78
Rote Karten: 6
Zuschauer: 776'000
Zuschauer pro Spiel: 24'250