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ERSTE RUNDE
1 Schweiz
1 Deutschland

Wiederholungsspiel:
4 Schweiz
2 Deutschland

3 Kuba
3 Rumänien

Wiederholungsspiel:
2 Kuba
1 Rumänien

3 Tschechoslowakei
0 Holland

3 Frankreich
1 Belgien

6 Ungarn
0 Nieder. Indien

2 Italien
1 Norwegen

6 Brasilien
5 Polen


VIERTELFINALS
3 Italien
1 Frankreich

8 Schweden
0 Kuba

2 Ungarn
0 Schweiz

1 Brasilien
1 Tschechoslowakei

Wiederholungsspiel:
2 Brasilien
1 Tschechoslowakei


HALBFINALS
2 Italien
1 Brasilien

5 Ungarn
1 Schweden

Spiel um Rang 3:
4 Brasilien
2 Schweden


FINAL
4 Italien
2 Ungarn

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Die WM 1938 in Frankreich

Italien verteidigt den Titel

Obwohl die Weltmeisterschaft im Jahre 1938 bereits einen grossen Stellenwert hatte, nahmen nur 36 Mannschaften an der Qualifikation teil. Es war die Zeit vor dem grossen Krieg und eine ganze Reihe grosser Fussballnationen blieb darum dem Turnier fern. In Spanien tobte ein Bürgerkrieg und Österreich war gerade von Deutschland annektiert worden und zog deshalb seine Mannschaft zurück. Einige der Spieler traten schliesslich mit der deutschen Mannschaft an.

Für die Endrunde qualifizierten sich wiederum 16 Mannschaften, die wie schon vier Jahre zuvor gleich im K.O.-System gegeneinander antraten. Erstmals war der Gastgeber automatisch gesetzt. Weil die WM schon wieder in Europa statt fand, boykottierten mit Ausnahme von Brasilien sämtliche südamerikanischen Verbände, darunter auch Argentinien und Uruguay, den Wettbewerb.

Die Schweiz besiegt Nazi-Deutschland!

1938 war die WM von Leonidas, dem "schwarzen Diamant". Gleich im ersten Spiel gegen Polen, das als eine der unglaublichsten Partien in die Geschichte eingehen sollte, traf er - wie auch der Pole Willimowski - gleich vier Mal, einmal sogar barfuss, nachdem im Schlamm des Strafraums seinen Schuh verloren hatte. Das Spiel endete 6:5 nach Verlängerung für die Südamerikaner.

Überhaupt waren die Mannschaften im Unterschied zu den früheren Austragungen sehr ausgeglichen. Fünf der sieben Erstrunden-Spiele wurden erst nach Verlängerungen oder einem Wiederholungsspiel entschieden. Die grösste Überraschung schaffte indes die Schweiz, als sie das hochfavorisierte Deutschland mit dem Hakenkreuz auf der brust im Wiederholungsspiel 4:2 besiegte. André Abegglen nach einem 0:2-Rückstand zweifacher Torschütze.

Europäer setzen sich durch

Die Brasilianer galten mit ihrem schönen Fussball als grösste Herausforderer von Weltmeister Italien. Als einzige nicht-europäische Mannschaft konnte sie sich für die Halbfinals qualifizieren. Allerdings erst nach unschönen Szenen im Viertelfinal gegen die Tschechoslowakei, der in einer Rauferei endete. Drei rote Karten und fünf verletze Spieler - zwei davon mit Brüchen - war die traurige Bilanz.

Im Halbfinal gegen den amtierenden Weltmeister Italien entschied sich Brasilien-Coach Ademar Pimenta deshalb, seinen Star Leonidas für das Endspiel zu schonen. Es war eine der verhängnisvollsten Entscheidungen in der WM-Geschichte: Brasilien verlor nach einem umstrittenen Elfmeter 1:2 und musste sich mit dem Spiel um Rang 3 begnügen, bei dem Leonidas gleich wieder zweimal traf.

Italien: "Siegen oder sterben!"

Finalgegner der Italiener waren die Ungarn, die zuvor Holländisch Indien (das heutige Indonesien), die Schweiz und im Halbfinal die Schweden ohne grössere Mühe ausgeschaltet hatten. Mussolini hatte seinen Spielern am Vorabend ein Telegramm zukommen lassen, das nur aus drei Worten bestand: "Siegen oder sterben". Italien war denn auch von der ersten Minute an stärker und ging auch bereits in der 6. Minute durch Colaussi in Führung, die Titkos jedoch nur zwei Minuten später ausglich. Danach bestimmten vor allem die beiden italienischen Strategen Meazza und Ferrari das Spiel. Piola, der zum besten Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, erhöhte auf 2:1, noch vor der Halbzeit traf auch Colaussi nochmals. Die Italiener brachten den Vorsprung souverän über die Zeit und gewannen schlussendlich verdient mit 4:2.

Es sollte die letzte Weltmeisterschaft für 12 Jahre sein, denn schon ein Jahr darauf brach der zweite Weltkrieg aus. Dadurch konnte diese talentierte Generation italienischer Fussballer keine weiteren Erfolge mehr feiern.

Statistik  
Topskorer: Leonidas (BRA) - 8 Tore
Gyula Zsengeller (HUN) - 7 Tore
Silvio Piola (ITA) - 5 Tore
Anzahl Mannschaften: 15
Anzahl Spiele: 18
Anzahl Tore: 84
Tore pro Spiel: 4,67
Rote Karten: 4
Zuschauer: 483'000
Zuschauer pro Spiel: 26'833