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GRUPPE 1
Deutschland
Italien
Spanien
Dänemark

GRUPPE 2
UdSSR
Niederlande
Irland
England


HALBFINALS
1 Deutschland
2 Niederlande

0 Italien
2 UdSSR


FINAL
2 Niederlande
0 UdSSR

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Die EM 1988 in Deutschland

Endlich ein Titel für Holland

Frankreich konnte seinen Titel in Deutschland nicht verteidigen. Die «équipe tricolore» blieb in der Diskussion am Ostblock hängen und klassierte sich in der Qualifikationsgruppe hinter der wieder erstarkten Sowjetunion und der DDR. Neben dem Gastgeber hatte sich vor allem England in die Rolle des Favoriten gedränt mit einer beeindruckenden Qualifikation mit 11:1 Punkten und 19:1 Toren.

Enttäuschende Engländer

Gleich im ersten Spiel bezogen die Engländer aber ihre erste Niederlage, ausgerechnet gegen die von Englands Ex-Weltmeister gecoachten Iren. Im zweiten Spiel demontierte Superstar Marco Van Basten die Engländer im Alleingang: Beim souveränen 3:1 in Düsseldorf schoss er alle Tore.

Trotz dem Sieg über Irland wurde Holland nur Gruppenzweiter. Ganz oben stand die Sowjetunion, die unter Valery Lobanovskyi einen erfrischend schnellen Fussball mit vielen Kurzpässen und auf der Basis von ausgezeichneter Technik und Physis spielten.

In Gruppe 1 reihte Deutschland nach dem Auftaktunentschieden gegen Italien zwei Siege über Dänemark und Spanien an und stand damit als Gruppensieger fest. Die Dänen, die auch an der WM 1986 ihre Stärke bewiesen, kamen nie ins Turnier und verloren alle drei Spiele. Den zweiten Platz sicherten sich die Italiener dank einem Vialli-Treffer im Spiel gegen Spanien.

Russen überlegen

Der Halbfinal zwischen der UdSSR und Italien sollte eine ziemlich einseitige Partie werden. Die Russen waren in jeder Hinsicht überlegen und es war nur eine Frage der Zeit, bis das Abwehrbollwerk der Italiener brechen würde. Nach einer Stunde traf Litovchenko endlich, Protassov legte Minuten später nach – das Spiel war entschieden.

Ausgeglichener war der andere Halbfinal zwischen Deutschland und Holland in Hamburg. Ulli Borowka sollte Ruud Gullit, den Gestalter den Ornajes, aus dem Spiel nehmen. Dies klappte aber nur mässig. Torchancen gab es dennoch nur ganz selten. So versuchten beide Mannschaften, einen Freistoss oder einen Elfmeter zu provozieren. In zwei Fällen gelang dies auch: In der 55. Minute verwandelte Matthäus einen Foulelfmeter, eine Viertelstunde Ronald Koeman einen für die Holländer. Immerhin wurde das Spiel dann doch noch durch ein «richtiges» Tor entschieden: Jürgen Kohler liess Marco Van Basten ein einziges Mal zuviel Platz und der unglaubliche Stürmer traf kurz vor Schluss zum 2:1.

Van Bastens Jahrhunderttor

Auch im Endspiel waren Torgelegenheiten Mangelware. Leichte Vorteile besassen aber die Oranjes, die nach 33 Minuten auch das Skore eröffneten: Nach einem abgewehrten Eckball wollten die Russen auf Abseits spielen, der Ball kam zum frei stehenden Van Basten, der mit Gullit bediente und dessen wuchtiger Kopfball flog an Torwart Dassaev vorbei.

Die Entscheidung kam nach knapp einer Stunde. Mühren schlug vom linken Flügel eine weite Flanke auf Marco Van Basten, der auf rechts zwar Platz hatte, sich aber beinahe schon auf der Höhe der Grundlinie befand. Alle erwarteten, dass er den Ball annehmen und zur Mitte flanken würde. Van Basten aber nahm den Ball volley und sein knallharter Schuss war für Dassaev unhaltbar.

Noch einmal schöpften die Russen Hoffnung: Van Breukelen hat Gozmanov gefoult, Igor Belanov durfte zum Elfmeter anlaufen. Doch Van Breukelen ahnte die Ecke und parierte den Flachschuss. Holland war Europameister und holte endlich den ersten grossen Titel.

Statistik  
Topskorer: Marco Van Basten (HOL) - 5 Tore
Anzahl Mannschaften : 8
Anzahl Spiele: 15
Anzahl Tore: 34
Tore pro Spiel: 2.27
Rote Karten: 0
Zuschauer: 936'218
Zuschauer pro Spiel: 62'415