Für Details zu den einzelnen Spielen auf Titel klicken.

VIERTELFINALS
1 | 2 England
0 | 1 Spanien

1 | 1 Frankreich
1 | 5 Jugoslawien

3 | 0 Bulgarien
2 | 2 Italien

2 | 0 Ungarn
0 | 3 UdSSR


HALBFINALS
1 Jugoslawien
0 England

0 Italien *
0 UdSSR

* Italien durch Münzwurf weiter


UM PLATZ 3
2 England
0 UdSSR


FINAL
1 Italien
1 Jugoslawien

2 Italien
0 Jugoslawien

Werbung

Die EM 1968 in Italien

Ein ausgewachsener Wettbewerb

Mit der Namensänderung von «Europa Cup der Nationen» zu Europameisterschaft wurde auch ein neuer Modus eingeführt: Qualifikationsspiele lösten die K.O.-Spiele der früheren Austragungen ab. 31 Mannschaften nahmen an der Qualifikation teil, darunter auch erstmal Deutschland, der Finalist der WM 1966. Überhaupt war Europa damals das Mass aller Dinge: In England belegten europäische Nationen die ersten drei Plätze der WM.

Skandalspiel in Wien

Am 5. November 1967 kam es im Wien zum eigentlich bedeutungslos gewordenen Spiel zwischen Österreich und Griechenland. Das Spiel wurde mit unglaublicher Härte geführt und die ungenügende Schiedsrichterleistung führte zu Randalen, Schlägereien und Zerstörungen unter den 60'000 Zuschauern – das Spiel wurde abgebrochen und nicht gewertet. Das Praterstadion glich am nächsten Morgen einem Schlachtfeld, ein riesiger Sachschaden war entstanden.

Gleich mehrere Favoriten blieb in der Qualifikation auf der Strecke. Deutschland kam in Albanien nicht über ein 0:0 hinaus und schied ebenso aus wie der WM-Dritte Portugal und die Tschechoslowakei.

Ausgeglichene Spiele

In den Viertelfinals kam es zu einigen spannenden Spielen. Sie wurden wieder in Hin- und Rückspielen ausgespielt. England qualifizierte sich mit zwei hauchdünnen Siegen über den amtierenden Europameister Spanien für die Endrunde, die UdSSR holte vor über 100'000 Zuschauern gegen Ungarn einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel noch auf. Auch die Italiener verloren in Sofia gegen Bulgarien 2:3, das 2:0 in Neapel reichte dann aber zum Einzug in die Halbfinals. Das Feld komplettierten die ballsicheren Jugoslawen, die Frankreich zu Hause gleich mit 5:1 schlugen.

Münzwurf bringt Italien ins Finale

Im strömenden Regen von Neapel bewahrte die Abwehreihe um Facchetti bewahrte Italien gegen die nervenstarken und nimmermüden Sowjets mehrmals vor einem Rückstand, nach 120 Minuten stand es noch immer 0:0. Der Münzwurf brachte Italien ins Endspiel, wo sie auf Jugoslawien trafen, das dank eines Tores von Dzajic kurz vor Schluss über die Engländer triumphierten.

Das Finale in Rom stand nach 120 Minuten noch immer 1:1, es musste also zwei Tage später ein Wiederholungsspiel angesetzt werden. Schon nach 11 Minuten brachte Riva aus Abseitsposition Italien mit 1:0 in Führung, nach einer halben Stunde traf Anastasi zum 2:0. Diesen Vorsprung verteidigten die Italiener mit ihrem «Catenaccio». Trainer Valcareggi hatte fünf Spieler ausgetauscht, das war das Erfolgsrezept gegen die müde wirkenden Jugoslawen.

Statistik  
Topskorer: Dragan Dzajic (YUG) - 3 Tore
Anzahl Mannschaften : 8
Anzahl Spiele: 13
Anzahl Tore: 31
Tore pro Spiel: 2.38
Rote Karten: -
Zuschauer: 967'000
Zuschauer pro Spiel: 74'385